Aufruf zur Rücksichtnahme

5. November 2020

Bürgervorsteherin di Racca-Boenigk und Bürgermeisterin Steinberg rufen zu Rücksichtnahme auf

Liebe Bürgerinnen und Bürger der Stadt Pinneberg,

zuerst einmal vielen Dank an Sie alle, dass Sie – dass wir alle -gemeinsam die letzten Monate mit unserem disziplinierten Verhalten dazu beigetragen haben, dass wir nach dem Lockdown im Frühjahr eine halbwegs unbeschwerte Sommerzeit erleben konnten. Lassen Sie uns auch nicht vergessen, dass uns die Bilder und Nachrichten aus dem Ausland bisher erspart geblieben sind. Das haben wir Ihnen zu verdanken!

Das Jahr 2020 neigt sich so langsam dem Ende zu und in knapp acht Wochen steht Weihnachten,  das Fest der Besinnlichkeit, vor der Tür. Die Familie, die Nächstenliebe, Verbundenheit und der rücksichtsvolle Umgang miteinander stehen in dieser Zeit an erster Stelle.

Liebe Pinnebergerinnen und Pinneberger, in diesem Jahr regt besonders die Vorweihnachtszeit zum Nachdenken an. Wehmütig blicken wir auf die Zeiten zurück, in denen wir unbeschwert und sorglos unsere Liebsten besuchen konnten. Wir denken zurück an Feierlichkeiten, ohne Einschränkungen, Hygienekonzepte, Abstandsregelungen oder Maskenpflicht.

Im Namen der Stadt Pinneberg wenden wir uns heute trotzdem hoffnungsvoll an Sie, denn gemeinsam können wir jetzt dazu beitragen, die Adventszeit und die Weihnachtsfeiertage im Kreise unserer Lieben möglich zu machen,  wenn auch sicherlich mit Einschränkungen.

Die derzeitige Pandemielage ist äußerst ernst. Die Anzahl der Neuinfektionen bei uns in Pinneberg, Schleswig-Holstein, ja dem gesamten Bundesgebiet steigt derzeit ungebremst. Uns bleiben im Umgang mit dem Coronavirus nur unsere Vernunft und die gewissenhafte Umsetzung der bisherigen Maßnahmen.

Wir haben beide vollstes Verständnis für alle, deren Geduld durch die vielen einschränkenden Maßnahmen strapaziert ist. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns gegenseitig vergegenwärtigen, zu welchem Zweck wir uns derart einschränken.

Wir schränken unsere gewohnten Freiheiten ein, um eine Überlastung unseres Gesundheitssystems durch eine weitere unkontrollierte Ausbreitung des Virus zu verhindern. Wir zügeln uns, damit auf den Intensivstationen der Krankenhäuser alle versorgt werden können, die eine intensivmedizinische Behandlung benötigen. Jede/r von uns trägt aktiv dazu bei, dass Ärztinnen und Ärzten nicht die Bürde auferlegt wird, darüber zu entscheiden, wer eine lebensrettende Behandlung bekommt und wer nicht.

Es ist von immenser Bedeutung, dass wir gemeinsam dazu beitragen, die Ansteckungsrate zu verlangsamen und die Zahl der Infizierten auf ein Minimum zu reduzieren.

Daher bitten wir Sie eindringlich und mit allem nötigen Verständnis, seien Sie vernünftig.

Schützen Sie die Gesundheit unserer älteren Mitbürger*innen. Nehmen Sie Rücksicht auf Ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Vorerkrankungen.

Meiden Sie bitte Ansammlungen von Menschen. Verzichten Sie auf größere Feierlichkeiten, auch wenn es schwer fällt. Vermeiden Sie so gut es geht, direkte persönliche Kontakte und größere private Zusammenkünfte. Nutzen Sie stattdessen Alternativen wie Videotelefonie. Tragen Sie dort, wo ein Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann, immer eine Mund-Nasen-Bedeckung. Führen Sie für den Notfall ein Kontakttagebuch, damit Sie im Falle einer Erkrankung, Menschen, die Sie getroffen haben, kontaktieren können. Damit entlasten wir unser Gesundheitsamt und können selbst schnell alle unsere Kontakte benennen.

Auf unserer Webseite www.pinneberg.de haben wir für Sie nochmals alle Verhaltensregeln zusammengetragen. Diese Verhaltensregeln sind die Grundvoraussetzung für eine Verlangsamung des Infektionsgeschehens.

Diese Krise können wir nur gemeinsam bewältigen. Jeder Tag, an dem wir uns konsequent und gewissenhaft die Verhaltensregeln befolgen, rettet Menschenleben.

Ob wir das Weihnachtsfest unter einigermaßen gewohnten Umständen verbringen können, entscheidet sich jetzt. Durch unser Verhalten beeinflussen wir gemeinsam den Verlauf dieser Pandemie.

Die Zeiten sind nicht einfach. Bitte nehmen Sie sich die Muße, die kleinen und wertvollen Momente des Lebens wahrzunehmen und zu genießen. Und vor allen Dingen: Passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund. Lassen Sie uns einander schützen und zusammenhalten!

Wir wünschen Ihnen und Ihren Liebsten von Herzen alles Gute und eine besonnene Herbstzeit.

                   

Natalina di Racca-Boenigk                                       Urte Steinberg

Bürgervorsteherin                                                     Bürgermeisterin

Kommentare sind geschlossen.