CDU und FDP setzen auf Steinberg

15. Juni 2018

Pinneberg Auf geht’s in den Bürgermeisterwahlkampf 2018: Die CDU und die FDP in Pinneberg stellen Amtsinhaberin Urte Steinberg (parteilos) als Kandidatin auf. „Während der Mitgliederversammlung am Dienstag hat eine große Mehrheit beschlossen, dass Urte Steinberg die Kandidatin der CDU sein wird“, sagte gestern Natalina di Racca-Boenigk, Vorsitzende der CDU Pinneberg, während einer Pressekonferenz in der CDU-Kreisgeschäftsstelle. Die FDP habe ihre Entscheidung während einer Fraktionssitzung gefasst, so FDP-Chef Werner Mende.

Für Steinberg wäre es die zweite Amtszeit: Am 11. November 2012 wurde die gelernte Bankerin in einer Direktwahl mit 57,46 Prozent der Stimmen zur Bürgermeisterin von Pinneberg gewählt. Ein Kantersieg.

CDU und FDP wollen, dass Steinberg ihre erfolgreiche Arbeit für Pinneberg weiter fortführt. „Urte Steinberg ist die Erste, die die Umstrukturierung der Verwaltung angefasst hat. Ein Prozess, der nicht einfach ist“, sagte di Racca-Boenigk. Erste Schritte seien getan, viele gute Führungskräfte seien eingestellt worden.

So hatte Steinberg unter anderem Schlüsselpositionen in der Verwaltung neu und teilweise mit jungen Mitarbeitern besetzt. Der Fachdienst Finanzen, die Leitung des Rechnungsprüfungsamts und des Kommunalen Service Betriebs wurden neu besetzt. Und um das Problem Schulbausanierung in den Griff zu bekommen, wurde der Fachbereich Schule ins Leben gerufen, den Heiner Koch derzeit erfolgreich leitet.

Für CDU-Fraktionschef Florian Kirsch alles Leute, die eng und gut miteinander arbeiten würden. Und di Racca-Boenigk sehe Fortschritte in der Schulbausanierung – ein Streitthema übrigens, das Steinberg die ganze Amtszeit über verfolgte. Auch auf den Rückgang des Leerstands in der Innenstadt ging di Racca-Boenigk ein. „Er ist von zwanzig auf sieben Prozent runter.“ Für eine Stadt, die nah an Hamburg liegt, sei das ein Riesenerfolg. 2012 sei Steinberg zwar keine FDP-Kandidatin gewesen, aber mit ihrer kommunikativen Art habe sie die FDP schnell für sich eingenommen, so Mende. Ihre Position im Streit um das Einkaufszentrum Prisdorf und die Entwicklung des Kasernengeländes Eggerstedt – all das sei zum Wohle Pinnebergs geschehen. „Was sie angefangen hat, soll sie zu Ende bringen“, betonte Mende.

„Ich freue mich, dass die CDU und FDP mich als Kandidatin aufgestellt haben“, sagte Steinberg. Sie sei arbeite aber weiterhin überparteilich. Ihr Ziel sei es, das fortzusetzen, was sie begonnen habe. „Im Rathaus ist ein tolles Team vorhanden, auf das ich setzen kann“, sagte sie.

Über ihre Ziele wollte Steinberg gestern noch nicht sprechen. Auf ihrer Website, die heute freigeschaltet werden soll, wird sie peu à peu darüber informieren. Sie selbst beschreibt sich als beharrlich, zielstrebig und teamfähig. Von klein auf habe sie Sport getrieben und diese Eigenschaften verinnerlicht.

Auch bei der SPD, den Grünen und Bürgernahen möchte Steinberg, die ihre Bewerbung voraussichtlich nächste Woche abgeben wird, für eine Kandidatur ihrer Person werben. Obwohl di Racca-Boenigk nichts gegen einen weiteren Kandidaten hätte, damit der Bürger auch eine Wahl habe.

René Erdbrügger

Erschienen im Pinneberger Tageblatt am 15.06.2018

 

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