Urte Steinberg startet in den Wahlkampf

Rathaus: SPD/CDU-Kandidatin gibt Bewerbung ab
Pinneberg


Auf geht’s: Seit gestern steckt Urte Steinberg mitten im Wahlkampf. Am Nachmittag gab die parteilose Bankerin im Rathaus der Kreisstadt ihre Bewerbung ab. Sie will Bürgermeisterin von Pinneberg werden – und wird von CDU und SPD unterstützt.

„Jetzt bin ich Kandidatin, jetzt geht’s richtig los“, so die 53-Jährige, die derzeit noch für die Kreissparkasse Südholstein arbeitet. Und weiter: „Der Schulterschluss der großen Parteien ist eine große Chance für Pinneberg.“ Sie werde im Wahlkampf „auf Menschen zugehen“. Das sei ihr Credo, so Steinberg. Und dazu gehöre, sich auch bei den politischen Parteien vorzustellen, die sie nicht unterstützen. Sie werde Bürgernahe und FDP besuchen.

Für die Wochen bis zur Wahl hat sich Steinberg vorgenommen, so viele Termine wahrzunehmen wie möglich. Und sie wird politische Gremien besuchen: „Ich muss mir das nötige Knowhow aufbauen.“

Gemeinsame Info-Stände, gemeinsame Plaklate: Geht’s um den Wahlkampf für Steinberg, passt zwischen Christ- und Sozialdemokraten offenbar kein Blatt Papier. „Wir wählen sogar den Quast zusammen aus“, sagt SPD-Ortsvereinschef Herbert Hoffmann – und lacht. Er erntet Kopfnicken der Christdemokratin Natalina Boenigk.

Urte Steinberg ist die dritte Frau, die auf den Chefsessel des Rathauses will. Vor ihr hatte bereits die amtierende Kulturamtsleiterin Traudchen Perrefort ihren Hut in den Ring geworfen. Die 44-jährige Perrefort geht ohne Rückendeckung einer politischen Gruppierung ins Rennen. Auch die 44-jährige Juristin Meike Oltmanns-Hase will den Top-Job. Sie gehört keiner Partei an, wird jedoch von FDP und Bürgernahen unterstützt. Mit Sönke-P. Hansen, Alexander Kroh und Christian Schlesselmann haben drei männliche Anwärter von einer Bewerbung Abstand genommen. Die Bewerbungsfrist endet am Montag, 24. September. Gewählt wird am Sonntag, 11. November. Mögliche Stichwahl: 2. Dezember.

Andreas Daebeler

Erschienen im Pinneberger Tageblatt am 12.09.2012