• Schrift vergrößern
  • Schrift vergrößern
  • Standard wiederherstellen
  • Schrift verkleinern
  • Schrift verkleinern

Eine Frau eint CDU und SPD

Kürzlich noch zerstritten, jetzt gibt’s sogar ein gemeinsames Plakat / Grund: Urte Steinberg soll Bürgermeisterin werden

Pinneberg

Es ist nicht lange her, da lagen CDU und SPD über Kreuz. Eggerstedt-Kaserne, City-Planung: Projekte, die entzweiten. Doch die Zeit, da die Sozial- den Christdemokraten Zauderei und Zick-Zack-Kurs vorwarfen, ist offenbar vorbei: Seit gestern machen machen die beiden Volksparteien gemeinsam Wahlkampf. Das Ziel: eine parteilose Bürgermeisterin. Urte Steinberg eint CDU und SPD.

In einer 13-köpfigen Arbeitsgruppe sei die Strategie für den Bürgermeisterwahlkampf erarbeitet worden, so SPD-Parteichef Herbert Hoffmann. Etwa 70 Vertreter beider Parteien würden sich an Infoständen und Aktionen beteiligen. CDU-Chefin Natalina Boenigk: „Eine völlig neue Erfahrung.“

Wie weit die Nähe geht, offenbart ein erster Blick auf die bereits gedruckten Wahlplakate: Oben links prangen beide Partei-Embleme. Darunter der Slogan: „Gemeinsam für Pinneberg.“

Steinberg ist begeistert, schwärmt von „einer tollen Atmosphäre“ im Wahlkampfteam. „Es passt alles zusammen.“ Steinberg, die wegen eines Zehenbruchs derzeit ein wenig gehandicapt ist, besucht derzeit Vereine und Verbände. Zudem machte sie sich kürzlich ein Bild von der Grund- und Gemeinschaftsschule (GuGs), die wegen Schimmelbefalls und Baumängeln in die Schlagzeilen geraten ist. „Da muss unbedingt etwas passieren“, so Steinberg, die ihre Tätigkeit bei Sparkasse Südholstein inzwischen zurückgefahren hat: „Nachmittage und Wochenenden gehören dem Wahlkampf.“

Gewählt wird in Pinneberg am 11. November. Danach stehen CDU und SPD vor einer ganz besonderen Herausforderung. Sie ziehen sofort in den nächsten Wahlkampf – nicht gemeinsam, sondern gegeneinander. Bereits im Mai 2013 geht’s bei der Kommunalwahl um die Sitze in der Ratsversammlung. „Daran denken wir jetzt noch gar nicht“, so Boenigk.
Andreas Daebeler - Foto pr

Erschienen im Pinneberger Tageblatt am 2. Oktober 2012

© CDU Pinneberg 2017