Sozialpreis für Projekt Skaterbahn

CDU zeichnet Chris Pagels, Christian Niemann und Mike Loppenthien für ihr ehrenamtliches Engagement aus

Pinneberg

Von der Stadt gab’s kein Geld. Doch statt aufzugeben und zu jammern, haben sie einfach selbst angepackt, Spenden gesammelt und Sponsoren gesucht. Die Skateranlage unter der Hochbrücke: Sie ist das Projekt von Chris Pagels, Christian Niemann und Mike Loppenthien. Mit viel Herzblut und großem Engagement setzen sie sich für die Skaterbahn ein. Ihr Einsatz hinterließ bei den Pinneberger Christdemokraten großen Eindruck. Heute Abend zeichnen sie Pagels, Niemann und Loppenthien offiziell mit dem Sozialpreis der CDU aus.

Fünf Vorschläge habe es gegeben. Die Partei habe sich einmütig für das Projekt entschieden, berichtet CDU-Chefin Natalina Boenigk. „Es ist sehr bewundernswert, wie insbesondere die Problematik mit dem Tüv geklärt wurde. Wenn das kein bürgerschaftliches Engagement ist, was dann?“, fragt Boenigk. Und so ließ sie es sich nicht nehmen, Pagels selbst darüber zu informieren und besuchte ihn in seinem Fahrradladen am Damm. „Ich war total baff“, berichtet Pagels. Er habe sofort zum Telefon gegriffen und Niemann aus dem Bett geklingelt, um es ihm zu erzählen. Die Drei hatten keine Ahnung, dass sie jemand für den mit 500 Euro dotierten Preis vorgeschlagen hatte.

2007 haben Pagels, Niemann und Loppenthien mit der ersten Rampe unter der Hochbrücke angefangen. Sie haben auf dem Drosteiplatz eine BMX-Show veranstaltet, um Spenden zu sammeln. Die Rampen haben sie selbst gebaut und aufgestellt. Im vergangenen Jahr mussten sie sich dann mit dem Tüv auseinandersetzen. Der hatte die Rampen im ersten Anlauf durchfallen lassen. Die Richtlinien hatten sich geändert.

Es blieben nur die Möglichkeiten Abreißen oder Umbauen – Pagels, Niemann und Loppenthien entschieden sich für den Umbau. Mit der Unterstützung von zahlreichen Kindern und Jugendlichen sowie Spenden vieler Eltern und Freunden schafften sie es innerhalb von wenigen Wochen, die Auflagen des Tüvs zu erfüllen (wir berichteten). Zur Freude der vielen Skater und BMX-Fahrer. „Sogar bei Minus zehn Grad ist es unter der Brücke voll“, berichtet Loppenthien.

Das Preisgeld können die Drei für ihr Projekt gut gebrauchen. Die Rampen müssen regelmäßig gewartet werden und auch drei Neuanschaffungen haben sie schon in Planung.


Mirjam Rüscher-Reher

Wer die Skateranlage unterstützen möchte, kann sich unter (0 41 01) 2 24 48 oder direkt bei Fahrrad Goebel (Damm 8) an Chris Pagels wenden.

Natalina Boenigk überreicht Chris Pagels (von links), Christian Niemann und Mike Loppenthien den symbolischen Scheck über 500 Euro.
Foto: rüscher-reher

Erschienen im Pinneberger Tageblatt am 17.02.2012