Westumgehung: 2013 wird gebaut

Urteil: Verwaltungsgericht weist Klagen gegen das Millionen-Projekt zurück

Erschienen im Pinneberger Tageblatt vom 21.04.2012


Pinnebergs Westumgehung: 2013 rollen die Bagger. Die zwölfte Kammer des Verwaltungsgerichts in Schleswig wies sämtliche Klagen gegen das seit den 1950er Jahren geplante Millionen-Euro-Projekt zurück. Eine Berufung schlossen die Richter aus.

Geklagt hatten mehrere Firmen, die logistische Probleme befürchten. Auch der Bund für Umwelt und Naturschutz war als Kläger aufgetreten. Dessen Anwalt Wilhelm Mecklenburg hatte schwere Verfahrensfehler und mangelhafte Umweltprüfung ins Feld geführt. Die Richter sahen es anders: Formelle Bedenken gebe es nicht. Auch werde die Westumgehung die Pinneberger City entlasten. Insofern sei der Bau der Straße „vernünftigerweise geboten“, so Richter Thomas Möhlenbrock.

Mecklenburg ließ offen, ob er Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Berufung einlegen wird. In Pinnebergs Stadtverwaltung atmet man nach dem Urteil erst einmal auf. „Eine gute Nachricht“, so Bürgermeisterin Kristin Alheit (SPD). Bauamtschef Klaus Stieghorst sprach gestern von „einem außerordentlich wichtigen Infrastrukturprojekt“.
Die zweispurige Westumgehung wird nach Fertigstellung 4,7 Kilometer lang sein. Etwa 25 Millionen Euro soll die Straße verschlingen. Kritiker rechnen mit höheren Kosten. Das Land hat erklärt, 75 Prozent der Investition zu übernehmen.
 
Andreas Daebeler