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Mensch des Jahres 2012


Die Leser dieser Zeitung wählen den amtierenden Bürgermeister in Pinneberg, Klaus Seyfert, zum „Menschen des Jahres 2012“

Pinneberg

Das Gedicht „Moral“ von Erich Kästner gehört zu einem der kürzesten in der deutschen Literatur. Es besteht lediglich aus dem Satz: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ Damit fasste der weltberühmte Kinderbuchautor das moralische Handeln so prägnant wie nur eben möglich zusammen – in der Hoffnung, dass sich die Menschen daran hielten. Im Kreis Pinneberg sind es gleich tausende, die sich täglich für ihre Mitmenschen engagieren. Fünf von ihnen dürfen sich seit kurzem Nominierte für den „Menschen des Jahres 2012“ nennen, der amtierende Bürgermeister der Kreisstadt Pinneberg, Klaus Seyfert (CDU), seit gestern Abend sogar „Mensch des Jahres 2012“.

Holger Hartwig, Chefredakteur dieser Zeitung, überreichte dem 74 Jahre alten Christdemokraten die Urkunde sowie an dessen Gattin Inge einen Blumenstrauß. Die Redaktion dieser Zeitung würdigt damit Seyferts jahrzehntelanges, ehrenamtliches Engagement in den politischen Gremien und seine Bereitschaft, aus dem Ruhestand heraus als sogenannter Feuerwehr-Bürgermeister nach dem Weggang Kristin Alheits (SPD) nach Kiel die Leitung der Stadtverwaltung Pinneberg zu übernehmen. „Lieber Herr Seyfert, Sie haben durch Ihre Art, Kommunalpolitik zu betreiben und Ihre Art der Amtsführung offensichtlich die Menschen überzeugt“, lobte Landrat Oliver Stolz während der Laudatio die Leistungen Seyferts. Immerhin hätte ja nicht die Redaktion dieser Zeitung abgestimmt, sondern die Leser im Kreis Pinneberg. „Die Wahl von Klaus Seyfert zum ‚Menschen des Jahres‘ beweist: Die Bürger differenzieren sehr genau, wer und was zur politischen Wahl steht.“ Der Chef der Kreisverwaltung begrüßte es „sehr, dass hier unter vielen wirklich ausgesprochen bekannten und vielfältigen Vorschlägen tatsächlich ein Politiker ausgewählt worden ist, wo Politik doch sonst nicht selten – gerade wegen der Streitbarkeit, aber auch oft wegen der mangelnden Entschlussfreudigkeit – als negativ behaftet wahrgenommen wird“.

Seyfert, der zwischen den Jahren 1968 und 1972 das Polizeirevier in Elmshorn geleitet hatte, bevor er auf dem Chefsessel im Pinneberger Revier Platz nahm, zeigte sich gerüht – sowohl über die Nominierung als auch über den Titel „Mensch des Jahres 2012“: „Ich habe mich sehr gefreut – damit habe ich wirklich nicht gerechnet.“

Er sei „völlig sprachlos“ gewesen, als seine Tochter ihm im Frühjahr sagte, dass Alheit das Sozialministerium übernehmen solle. „Und dann ging alles ganz schnell. Ich musste von null auf 100 ran.“ Seitdem reißt Seyfert im Schnitt Zehn-bis-Zwölf-Stundentage ab. „Das macht mir aber auch viel Spaß“, räumte der Christdemokrat ein. Allerdings könne er dies nicht leisten, wenn er keine „so hervorragende“ Verwaltung und seine Frau Inge hinter sich wüsste, die ihm den Rücken stärke. Mit Blick auf die anderen fünf Kandidaten sagte Seyfert flapsig: „Es kann nur einer ‚Mensch des Jahres‘ werden – ich bin’s geworden und freue mich darüber.“ Kaum ausgesprochen, erfüllte Lachen den Veranstaltungsraum im A. Beig-Verlag.
Schließlich seien alle Gewinner, betonte Hartwig. „Allen, die nominiert sind, möchte ich ‚Danke!‘ sagen. Dafür, dass Sie an 365 Tagen im Jahr Dienst in den unterschiedlichen Bereichen leisten und viel Zeit für die Gesellschaft investieren.“ So auch der Wedelerin Ursula Kissig, die sich seit Jahrzehnten für den Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes einsetzt, dem Quickborner Hartmut Ermes, der sich für den Erhalt der Marienkirche engagiert, dem Elmshorner Edwin Henkelmann, der 2005 damit begann, als Vorsitzender des Spendenparlaments Geld zu sammeln, dem Barmstedter Manfred Langner, der bei Spaziergängen fleißig Müll aus dem Rantzauer Forst holt und der Schenefelderin Friederike Pavenstedt, die sich als Gründerin der „Arbeitsgemeinschaft Barrierefreiheit“ für Menschen mit Einschränkungen stark macht. Hartwig: „Sie stehen hier heute stellvertretend für viele Ehrenamtler.“
G. Mathiesen

Erschienen im Pinneberger Tageblatt am 04.12.2012

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