Sieg der Vernunft

Torsten Hauwetter: Die CDU setzt sich bei der GuGs für die bestmögliche Lösung ein.

Lesen Sie den Bericht aus dem Pinneberger Tageblatt.

GuGs: Sanierung statt Neubau
Kasernen-Schule wäre der Politik zu teuer / Modernisierung am alten Standort kostet 9,3 Millionen Euro

Pinneberg

Die Kommunalwahl naht. Im Mai werden die Ratssitze neu verteilt. Kein Wunder, dass Pinnebergs Politiker beginnen, mit härteren Bandagen zu kämpfen. Während der Ratssitzung wurden die Sozialdemokraten, die sich für einen Neubau der sanierungsbedürftigen Grund- und Gemeinschaftsschule (GuGs) einsetzten, abgekanzelt. Die Sozialdemokraten würden zu einer „finanzpolitische Geisterfahrt“ einladen, so CDU-Ratsherr Torsten Hauwetter.
SPD-Fraktionschefin Angela Traboldt hatte zuvor dafür geworben, die Schule auf dem Areal der Eggerstedt-Kaserne neu hochzuziehen. Auf längere Sicht sei ein Neubau wirtschaftlicher als die Sanierung. „Wir müssen perspektivisch denken“, so Traboldt weiter. „Das Optimale ist das, was diese Schule verdient“, sprang ihr der sozialdemokratische Landtagsabgeordnete Kai Vogel zur Seite. Für CDU-Fraktionschef Michael Lorenz Wahlkampfgetöse: „Das können Sie gar nicht ernst meinen“, sagte er mit Blick auf die desolate Finanzlage der Stadt. „Eine Sanierung ist gesamtwirtschaftlich betrachtet die beste Lösung“, sagte auch Joachim Dreher von den Grünen. Nach dem gescheiterten Versuch der SPD, die Neubaupläne voranzutreiben, soll die GuGs jetzt saniert werden. Nach aktuellen Schätzungen soll das 9,3 Millionen Euro kosten. Ein Neubau war mit 21 Millionen veranschlagt worden. Rektor Thomas Gerdes, der nach klaren Zusagen und dem zeitlichem Ablauf fragte, wurde unter Hinweis auf die unsichere Haushaltslage abgewiesen.



Andreas Daebeler
Erschienen im Pinneberger Tageblatt am 23.03.2013