• Schrift vergrößern
  • Schrift vergrößern
  • Standard wiederherstellen
  • Schrift verkleinern
  • Schrift verkleinern

Portrait von Andreas Meyer

Der neue Fraktionsvorsitzende der CDU beim Pinneberger Tageblatt

Er ist das neue Gesicht der CDU
Andreas Meyer tritt als Fraktionschef der Pinneberger Christdemokraten die Nachfolge von Michael Lorenz an – ein Teamplayer


Da sitzt er also. Der neue starke Mann der Christdemokraten. Andreas Meyer, künftig Fraktionschef der Pinneberger CDU. Er tritt in die Fußstapfen von Michael Lorenz, der 15 Jahre lang für seine Partei im Stadtrat das Wort führte. Der erste Eindruck verfestigt sich mit jeder Minute. Ein angenehmer Gesprächspartner. Souverän. Eloquent. Nicht abgehoben. Und ganz offensichtlich ein echter Teamplayer.

Mit seinen 53 Jahren ist Meyer fast noch ein „junger Wilder“– gemessen am bisherigen Altersschnitt der Spitzenpolitiker in Pinnebergs CDU. Und die Entscheidung der Fraktion passt ins Gesamtbild. Schließlich vollziehen die Christdemokraten nach der Kommunalwahl einen Generationswechsel. Langjährige Ratsmitglieder wie Ilse Ohrt, Peter Bublitz und eben Meyers Vorgänger Lorenz haben ihren Hut genommen. Künftig sind alle Mitglieder des Fraktionsvorstands berufstätig. Es liegt auf der Hand, was das bedeutet: begrenzte Zeit für ehrenamtliches Engagement.

Für Meyer, der mit 30 in die CDU eintrat, muss das kein Problem sein. Er will die Arbeit auf mehrere Schultern verteilen. „Babett Rohde und Torsten Hauwetter werden mich bei meiner Arbeit eng unterstützen“, sagt der Geschäftsmann, der als Prokurist in einem Handelsunternehmen tätig ist – und in seiner Funktion auch mal durch die Welt reist. „Ich freue mich auf eine enge Zusammenarbeit.“

Andreas Meyer ist in Mannheim aufgewachsen. Später studierte er in München Agrarwissenschaften. Der 53-Jährige ist Ingenieur. Vor zwölf Jahren verschlug ihn der Job an die Pinnau, wo er mit seiner Frau Duby lebt. Meyer ist Vater zweier Töchter, hat einen Sohn. Seit 2002 macht er als bürgerliches Mitglied Politik in Pinneberg. Michael Lorenz habe ihn seinerzeit angesprochen. In den kommenden Jahren wird der Christdemokrat Mitglied des Haupt- und des Finanzausschusses sein.

Nach seinem Credo befragt, muss Andreas Meyer nicht lange überlegen. „Nicht nur meckern, auch machen“, antwortet der Christdemokrat, der schon zur Schulzeit Klassensprecher war. „Meine Motivation in der Kommunalpolitik war es immer, die Bürger stärker einzubinden.“ Berührungsängste kenne er nicht. „Ich bin stolz, in der CDU zu sein, aber ich gehe auch auf andere Parteien zu“, sagt der neue Fraktionschef. „Nur brüllen und dreschen, das bringt nichts.“ Auf kommunaler Ebene gehe es darum, gemeinsam Lösungen zu suchen. Zudem ließen die Mehrheitsverhältnisse im Rat der Stadt gar nichts anderes zu.

Und wo sieht Meyer Schwerpunkte der politischen Arbeit? Er nennt die Sanierung des maroden Haushalts der Stadt. „Und die Entwicklung der Eggerstedt-Kaserne ist ein Kernprojekt“, sagt er. Unterm Strich müsse „etwas für die Stadt übrig bleiben“. Eine zu dichte Wohnbebauung lehne er ab. „Hochwertig muss es sein“, so der 53-Jährige, der in der Vogelsiedlung, in unmittelbarer Nähe des früheren Bundeswehrstandorts wohnt. Er sei froh, dass seine Partei künftig den Vorsitz des Umweltausschusses inne habe. „Da ist in den vergangenen Jahren nichts vorangebracht worden, wir können also einiges bewegen.“

Ob er auch mal laut werden kann? „Ich bin im Sternzeichen Waage geboren, also eher ein ausgeglichener Mensch“, antwortet Meyer. Um gleich darauf anzufügen: „Aber irgendwann ist auch bei mir mal Schluss.“


Andreas Daebeler

Erschienen im Pinneberger Tageblatt am 22.06.2013

Foto: Andreas Daebeler

© CDU Pinneberg 2017