CDU will das Hallenbad erhalten

Mögliche Wege aus der Haushaltskrise: Christdemokraten nehmen die Entwicklung des Rehmenfelds in den Fokus
Pinneberg

Pinnebergs CDU sagt Nein zur Schließung des defizitären Hallenbads. Das bestätigte gestern Fraktionschef Andreas Meyer. Somit positioniert sich erstmals eine Ratsfraktion offiziell zu den von Bürgermeisterin Urte Steinberg vorgelegten Vorschlägen zur Verbesserung der Finanzsituation. Am Donnerstag soll diese „Giftliste“ erstmal öffentlich beraten werden.

Die Idee, das Bad an der Burmeisterallee dicht zu machen, war nur einer der in dem Papier genannten Ansätze. Die CDU setzt jedoch eher darauf, dessen Attraktivität zu steigern. Steinbergs Vorschlag, die Nutzung von Flächen im Rathaus zu optimieren und frei werdende Flächen zu vermieten, kommt bei Meyer gut an. „Sehr interessant“, so der Fraktionschef. Womöglich sei sogar denkbar, eine ganze Etage zu räumen – und so zusätzliche Einnahmen zu generieren.

Ein weiterer Hebel könne die Entwicklung des Rehmenfelds sein, so Meyer gestern. Teile des zwischen Thesdorf und Fahlt gelegene Areals böten sich als Gewerbestandort an. „Wohnbebauung steht für uns dort nicht im Vordergrund“, so der Christdemokrat.

Pinneberg ist aktuell mit 121 Millionen Euro verschuldet. Das Kieler Innenministerium fordert sichtbaren Sparwillen und Ideen für mehr Einnahmen ein. Andreas Meyer ist nicht vollends zufrieden mit den von der Stadtverwaltung unterbreiteten Vorschlägen zur Konsolidierung des Haushalts. „Wir hoffen, dass da noch mehr kommt.“
Andreas Daebeler

Erschienen im Pinneberger Tageblatt am 11.03.2014